Durch die eher enttäuschenden Resultate der beiden letzten Spiele war eingetroffen, was wir eigentlich zu verhindern gehofft hatten: der grosse Showdown auf dem Weissenstein. Dass das Heimteam dabei erwartungsgemäss mit diversen Verstärkungen ihres Gruppierungspartners Köniz auflaufen würde, war leider zu erwarten, ist aber aus meiner Sicht eine grobe Wettbewerbsverzerrung und wohl kaum im Sinne des Erfinders. Nun wollten wir uns durch solche unsauberen Dinge gar nicht erst aus der Ruhe bringen lassen und im Gegenteil wieder zu unserer eigenen Stärke zurückfinden. Mit leicht verändertem, auf dem Papier eher defensiveren System versuchten wir von Beginn weg, die Jungs vom Weissenstein (oder doch eher von Köniz?) gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen. Von der ersten Minute an wurde bei recht kalten Bedingungen gnadenlos gepowert und schon nach wenigen Zeigerumdrehungen schienen die Brünnen-Giele ihren Gegenspielern den Schneid abgekauft zu haben. Es scheint wirklich so, als hätten wir uns das Allerbeste bis zum Schluss aufbewahrt: die Defensive vor einem erneut überragenden Uchendu, der längst wieder die Form von vor seiner OP erreicht hat, stand bombensicher, das Mittelfeld vermochte das Tempo nach Belieben zu diktieren und vorne lief sich unser Duracell-Hase wie immer die Lunge aus dem Leib. Einen einzigen gefährlichen Schuss mussten wir entgegennehmen, und der war eine sichere Beute unseres Goalies, der auch sonst eine grosse Sicherheit ausstrahlte. Wären wir im Abschluss noch ein klein wenig abgeklärter gewesen oder hätten in der einen oder anderen Situation ein wenig mehr Glück gehabt, wäre dieses Spitzenspiel schon zur Pause entschieden gewesen. So mussten wir halt ein wenig länger zittern und es schliesslich unserer linken Flügelzange überlassen, für die längst fällige Entscheidung zu sorgen. Apropos linke Flügelzange: diese beiden Herren sind allein den Besuch unserer Spiele wert. Was die beiden während neunzig Minuten miteinander diskutieren und "chiffle" ist unfassbar. So muss es wohl bei einem seit fünfzig Jahren verheirateten Ehepaar zugehen... Gegen Spielschluss zerfiel Weissenstein schliesslich wie erwartet in seine Einzelteile. Wer wehrt sich schon gross gegen eine drohende Niederlage, wenn es sich nicht um die eigene Mannschaft geschweige denn um den eigenen Verein handelt? So kam es leidergottes noch zu einigen sehr unschönen Szenen, die dieses Spiel eigentlich nicht verdient hatte. Und bei diesen Szenen spielten einige unserer Spieler halt auch eine unrühmliche Hauptrolle. Tragisch dabei, dass es bei uns immer die gleichen sind, die sich und ihre Emotionen nicht im Griff haben... Nach dem sehnlichst erwarteten Schlusspfiff des guten Schiedsrichters war allen, die für den FC Bethlehem im Einsatz gestanden sind oder aber an der Linie mitgezittert haben, die grosse Erleichterung über den mehr als verdienten Aufstieg ins Gesicht geschrieben. Es ist definitiv geil, wenn man zusammen ein Ziel anstrebt und dieses schliesslich auch erreicht! Oder?
Fazit der Vorrunde: wir haben uns, auch durch die Neuzugänge, spielerisch in den letzten Wochen enorm steigern können. Zudem ist durch die grosse Ausgeglichenheit in unserem Kader wohl zum ersten Mal ein Konkurrenzkampf entstanden, der dazu geführt hat, dass sich der eine oder andere Crack plötzlich auf der Ersatzbank wiederfindet. Dies hat sicherlich wiederum zur Folge gehabt, dass sich jeder noch einwenig mehr anstrengen musste, um berücksichtigt zu werden. Und so sollte es eigentlich auch sein :-)
Telegramm:
FC Weissenstein - FC Bethlehem 0-3 |
Sportplatz Weissenstein |
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Tore: |
67. Pavlic 0-1 |
72. Zulic 0-2 |
85. Zulic 0-3
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FC Bethlehem: |
Spring (C) - Nwachukwu; Wiedmer; Knöri; Pavlic - Rolli; Ferreira; Zulic; Ezzat - Berisha - Liebi |
Stojanovic (E); Mischler (E); Uthayathas (E) |